Geschichte

Die Geschichte des Gleitschirmfliegens – wie alles begann

Erstmals Erwähnung findet das Gleitschirmfliegen im Jahre 1965, als sich David Barish das erste mal in die Luft wagte mit einem dieser damaligen Gleitschirme. Er versuchte sein Glück mit einem Sailwing.

Dieses Slope Soaring (was so viel wie “Hanfliegen” bedeutet) genoss aber noch nicht so viel Ansehen, weil sich die wenigsten Menschen daran trauten, mit einem Stück Stoff über dem Kopf einen steilen Hang hinabzusteuern. Da damals die Schirme auch noch nicht wirklich so sicher gebaut und entworfen waren, hatten die Menschen davor eher noch Angst und überließen diesen „Sport“ lieber den lebensmüden jungen Menschen.

Erst im Jahre 1970 wurde aus dem Gleitschirmfliegen im damaligen Sinne das Paragliding oder 1974 dann das Parasailing. Schon war das Wort Fliegen aus dem Wortstamm verbannt, und mehr Menschen interessierten sich für diese neue Sportart. Vermutlich war vorher der Anklang noch nicht so groß, weil kein Mensch daran glaubte, dass man irgendwie fliegen könne. Durch den Wortersatz wie Gleiten oder Segeln kam es den Menschen schon etwas besser vor, und sie beschäftigten sich eingehend damit. Bereits in den Jahren um 1972/74 fand der Sport dann nicht nur in Amerika Anhänger, sondern die Fangemeinde weitete sich auch mittlerweile auf Europa aus. Da aber der Sinkflug immer noch so schnell war, und man sicher auch genügend Starthöhe brauchte, benutzte man vorerst nur Hänge, die wirklich steil bergab gingen. Hier kamen Alpenorte wie Kitzbühl oder der Tegelberg dafür in Frage.

Bis allerdings die Technik und der Fortschritt so weit ausgereift war wie es heute der Fall ist, musste man sich allerdings nach wie vor noch immer mit dem schnellen Sinken und der doch meist unkontrollierten Landungen zufrieden geben.

Bereits zu Erfinderzeiten ging von der Faszination des Gleitschirmfliegens ein – wie die Anhänger es bezeichneten – hohes Suchtpotential aus. Wer einmal erfolgreich der König der Lüfte war, will es wieder werden. Und beim nächsten Mal war es eben wichtig, noch länger in der Luft zu bleiben. Doch dafür mussten die Schirme noch viel besser ausgearbeitet werden.

Es wurden jedes Jahr neue Rekorde aufgestellt und wieder gebrochen. So entwickelte sich das Abenteuer Gleitschirmfliegen, das auch heute wieder mehr Anhänger für sich begeistern kann. Zum einen liegt das wohl auch daran, dass beim Gleitschirmfliegen ein relativ geringes Unfallrisiko gegeben ist, obwohl man sich in solch ungeahnter Höhe befindet – denn wie sagen die Gleitschirmflieger so schön? Runtergekommen ist bisher noch jeder.

Sicher ist der Spruch eher ironisch gemeint, als dass man ihn für voll nehmen könnte. Doch genau das ist die Faszination schon seit dem Jahre 1965 beim Gleitschirmfliegen. Mit einem gewissen Adrenalinstoß ohne Abgase und Motoren frei wie ein Vogel durch die Lüfte zu schweben. Das Gleitschirmfliegen wird sicher noch weiter große Geschichte schreiben, da ständig wieder neue Rekorde aufgestellt und gebrochen werden. Die Schirme werden beinahe von Tag zu Tag besser und es gibt sogar schon Möglichkeiten, einen Tandemsprung zu buchen, um hier einmal die Gleitschirmfliegerluft schnuppern zu können, bevor man sich entscheidet, ob man diesem Hobby nachgehen möchte.